1.2 Erfolgreiches Wirtschaften ist wie ein Dauerlauf

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Ja, erfolgreiches Wirtschaften ist tatsächlich wie ein Dauerlauf. Man muss sich die Ressourcen einteilen. Man muss einen langen Atem haben. Der "Kölsche" sagt: Von nix kütt nix. Und viele andere blumige Sprüche und Vokabeln belegen das.

Und das du genau befolgen musst, damit du als Sieger aus dem Rennen gehtst, das haben wir nachfolgend zusammengefasst. Viel Spaß dabei.

Lernfeld 1: Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren

  

Wirtschaften bedeutet, über die Herstellung von Gütern (Produktion) und den Verbrauch von Gütern (Konsumtion) zu entscheiden. Dies ist notwendig, weil Güter knapp sind, menschliche Bedürfnisse aber nahezu unbegrenzt. Wirtschaften bedeutet also, über knappe Güter und Dienstleistungen zu disponieren.

Ich erinnere mich: Mit meinem Taschengeld bin ich eigentlich nie ausgekommen, meistens drehte sich die Entscheidung um ‚Micky Maus‘ oder ‚Eis‘. Aber das waren ja eher noch die ‚kleineren‘ Entscheidungszwänge. Schwieriger wurde schon die Entscheidung ‚neues Fahrrad‘ oder ‚Stereoanlage‘. Und bei den ersten eigenfinanzierten Urlaubsfahrten: Als favorisierte Alternativen standen zur  Diskussion: (1) Mit dem Flugzeug sehr bequem und sehr schnell nach Paris reisen, dann konnte ich zwei Tage in Paris Urlaub machen.  (2) Mit der Bundesbahn bequem und schnell nach Paris reisen. Das war damals billiger als Fliegen, deshalb verfügte ich dann noch über Geld für drei Übernachtungen. (3) Mit dem klapprigen Golf nach Paris ‚schaukeln‘. Dann hatte ich sogar Geld für fünf Übernachtungen.

Jeder sollte wirtschaftlich handeln, sonst hat er bald kein ‚Cash in de Täsch‘, wie der Kölner sagt. Die Triebfeder für das wirtschaftliche Handeln sind die Bedürfnisse. "Jeder" möchte schnell und bequem reisen und möglichst lange in Paris bleiben. Die Restriktion (Beschränkung) ist hier die Knappheit der Geldmittel. Wenn das im persönlichen Bereich schon so schwer ist, wie schwer muss es dann erst recht im unternehmerischen Bereich sein?

Synonym zu dem Begriff "Wirtschaftlichkeit"  benutzen wir häufig die Begriffe Effizienz (oder effizient) und Effektivität bzw. effektiv. Leider sehr häufig etwas unbedacht syninym. Aber Effektivität und Effizienzsind keine synonymen Begriffe.
  • Damit ist die Effektivität und somit die zielorientierte Wirksamkeit angesprochen.
  • Gegenstand des „Operativen Controlling“ ist die Frage: „Tun wir die Dinge richtig“? Dies zielt auf die Effizienz und somit die ressourcenorientierte Wirksamkeit.
In einer erweiterten Betrachtungsweise werden auch die Beurtei-lungskriterien Profitabilität, Produktivität und Qualität einbezogen. In der betriebswirtschaftlichen Literatur (Dellmann) wird dazu der umfassende Begriff der „Unternehmensperformance“ verwendet. Konkret bedeuten die weiteren Kennzahlen der Wirtschaftlichkeit:
  • Profitabilität meint ein finanzielles Beurteilungskriterium für Liquidität und Rentabilität.
  • Produktivität beurteilt die technisch-mengenmäßige Input-Output-Relation.
  • Qualität überprüft die Erfüllung von Anforderungen.
Güter sind einfach nur Mittel, die der Bedürfnisbefriedigung dienen. Sie werden unterschieden in:
  • Materielle Güter = Produkte, Sachgüter, Sachleistungen, Waren
  • Immaterielle Güter = Dienstleistungen (z. B. Haarschnitt) und ideelle Güter (z. B. Patente)
Weiterhin wird zwischen Real- und Nominalgüter unterschieden:
  • Ein Realgut ist ein Gut, das einen originären Wert an und für sich hat, z.B. Sachleistungen, materiell oder immateriell.
  • Ein Nominalgut ist ein Gut, das einen zugeschrieben Wert hat, z.B. Geld.
Wie fliessen die Güter in den Leistungsprozeß ein, hieraus ergibt sich eine weitere Differenzierung:
  • Inputgüter sind Güter, die in den Leistungsprozess einfließen
  • Outputgüter sind Güter, die aus dem Leistungsprozess herausfließen
Vielleicht ist dir der Unterschied zwischen Gebrauchsgütern und Verbrauchsgütern bekannt:
  • Gebrauchsgüter Güter, die mehr als einmalig genutzt werden können, z.B. Anlagegüter wie technische Medizinapparate
  • Verbrauchsgüter Güter, die nur einmalig genutzt werden können können und dann verbraucht sind, z.B. auch Geld
Geht es um Investition oder Konsum:
  • Investitionsgüter Güter die zur Erstellung und Weiterverarbeitung von Gütern angeschafft werden - auch insbesondere als Betriebsmittel bezeichnet.
  • Konsumgüter Güter, die für den privaten Gebrauch oder privaten Verbrauch produziert werden.
Die materiellen und immateriellen Güter, die zur Leistungserbringung, also zur Herstellung von Produkten und Erbringung von Dienstleistungen benötigt werden, werden als Produktionsfaktoren bezeichnet.
In der Volkswirtschaftslehre wird unterschieden:
  • Arbeit (ausführende und dispositive Arbeit)
  • Boden (Werkstoffe also Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsmittel)
  • Kapital (Betriebsmittel)
In der Betriebswirtschaftslehre sind nach Gutenberg Elementarfunktionen und Dispositive Faktoren zu unterscheiden.
Zu den Elementarfunktionen zählen die
  • Objektbezogene Arbeitsleistung als erster Teil der menschlichen Arbeitsleistung
  • Betriebsmittel
  • Werkstoffe, also Rohstoffe Hilfsstoffe Betriebsstoffe
Zu den Dispositiven Faktoren zählen:
  • Geschäfts- und Betriebsleitung
  • Planung
  • Organisation
  • Kontrolle
Die dispositive Arbeit als zweiter Teil der menschlichen Arbeit setzt sich aus Leitung, Planung, Organisation und Kontrolle zusammen.

Der Wirtschaftskreislauf ist ein Modell, in dem wesentliche Tauschvorgänge als Geldströme und Güterströme zwischen den Wirtschaftssubjekten Haushalte und Betriebe dargestellt werden. Geld- und Güterströme entsprechen sich  wertmäßig, verlaufen aber in entgegengesetzter Richtung.

Herr Gerold, 09.08.2021, 4:53 Minuten
Herr Gerold, 20.07.2021, 5:35 Minuten
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Dieser Text ist unter der Lizenz CC BY 4.0 International
Herausgeber: Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Quelle: https://www.schule-bw.de/

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